Spiel’18 -Unser Erlebnis

Heuer waren wir zum zweiten Mal auf der weltgrößten Spielemesse – der Spiel in Essen. Hier treffen sich vier Tage lang 190.000 Menschen und spielen, testen, kaufen die neuesten Brettspiele, Rollenspiele bzw. Tabletops.

So ein Tag auf der Spiel beginnt für uns sehr früh, spätestens um 7 sitzen wir im Auto und fahren ca. eine Stunde von Soest (der neuen Heimat Sabines Schwester) nach Essen. Mir ist es wichtig schon zur Öffnung der Parkhäuser vor Ort zu sein, ein kurzer Weg von den Messehallen zum Auto ist vorteilhaft – mehr dazu später. Dann beginnt das Warten. Kurz nach 8.00 waren wir vor den Hallen, dort hieß es dann warten bis ca. 9.00. Dann begann der Einlass ins Gebäude, noch nicht in die Messehallen selbst. Vorteil wenn man zu den Ersten drinnen gehört – ein Sitzplatz an einem Tisch in Restaurant. Wichtig, denn der Einlass selbst ist erst um 10 Uhr. Nach ca. 15 Minuten sieht es vor allen von den vier Eingängen so ähnlich aus:

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Diese Kategorie der Besucher will um 10 zu den Ersten gehören und stehen halt ca. 45 min. Wie gesagt, wir haben gemütliches Sitzen vorgezogen.

Um 10 Uhr haben wir den ersten schwall Menschen hindrängen lassen und sind 5 min später gemütlich hineingegangen. Gemütlich ist relativ – denn gleich hinter der Tür bricht die Hektik aus. Es gibt drei Gründe fürs panische Hineinstürmen bzw. die ganze Eröffnungshektik:

  1. Schnell einen Platz an einem bestimmten Tisch zum Probespielen ergattern
  2. Schnell noch ein bestimmtes Spiel ergattern das ausverkauft sein könnte
  3. Einen Platz vorne an einer Verkaufsschlange bekommen.

Das prominenteste Beispiel für Punkt 3 ist der ehemalige „Heidelberger Abverkaufsshop“. Jetzt wo es Heidelberger so nicht mehr gibt, ist es ein Shop von Asmodee, die Tradition selbst lebt weiter – Spielerestposten zu Schleuderpreisen bringt die Menschen dazu sich 30 min+ in einer Schlange anzustellen. Ich selbst war noch nie drin, ist mir zu blöd. Dazu ein Bild der ca. 50 m langen Schlange – ich steh da am Anfang, das Ende ist praktisch hinten an der Wand…

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Wie gesagt, die Aufnahme ist ca. 5 min nach Öffnung der Türen.

Damit kommen wir zu Punkt 2 auf der Liste der Gründe fürs Hallenstürmen: Ausverkaufte Spiele. Da sich 80 % der Besucher schon vorab im Internet informieren welche Spiele es zu welchen Preisen gibt, Vortagesbesucher ihre Erfahrungen posten, es gibt immer Gerüchte, dass ein Spiel „fast ausverkauft“ ist. Also muss es gut sein und man möchte es haben 😉 Dieses Jahr waren es vor allem Adventure Island und Spirit Island von Pegasus,  im Laufe des Freitags ist auch Newton von Asmodee/Cranio komplett von den Ständen verschwunden, Samstags war von Teotihuacan teilweise nur mehr die französische (aber sprachneutrale) Version erhältlich. Ich selbst hatte Glück und habe gleich beim Eingang zur Messe Spirit Island & Adventure Island bei Galeria Kaufhof bekommen – waren die letzten Exemplare. Hier beim bezahlen:

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Generell wurde ich heuer sehr oft auf den Inhalt meiner Einkaufstaschen angesprochen – „Wo hast du das her?“, „Ist das gut?“, „Du hast Glück, das gibts nicht mehr“ – und das in allen Sprachen, egal ob ich sie beherrschte oder nicht 😉

Und wenn wir schon beim Thema Sprachen sind – der 1. Punkt auf der Liste ist einen Platz an einem Tisch zum Probespielen einer Neuheit zu bekommen. Während ich also meine vier Stunden (!) dauernde Einkaufsrunde drehte, sind Sabine und Florian auf der Suche nach freien Spieletischen. Ihre erste Runde war gleich ein „Volltreffer“ – Orbit von Asmodee war das Spiel, die besondere Challenge zwei französische Mitspieler. Ich habs zwar selbst nicht miterlebt, aber die Regeln auf Englisch erklärt bekommen, untereinander Deutsch sprechen, die Mitspieler intern Französisch redend und alle zusammen Englisch – muss sehr lustig gewesen sein.

Danach landeten sie bei Monster Lands, da ging es nur noch Englisch. Flo hat die am Tisch so in Grund und Boden gespielt, dass sie glaubten er hätte das Spiel schon öfters gespielt bzw. die Regeln auf Youtube studiert. Während dessen gab Sabine den Standbetreuern Tipps wie man sein Kind zum Brettspielen bekommt 😉

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Eingangs erwähnte ich die Wichtigkeit des Parkplatzes. Vier mal bin ich mit einigen Kilos an Spielen zum Auto gelaufen und wieder zurück – ca. 20.000 Schritte an diesem Tag.

 

Am Ende wurden es über 30 Spiele.

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Jede Menge Stoff, aber nur ein „ungeplantes“ Spiel – Monster Lands. Die Kartons rechts sind Inlays von „Folded Space“, also Bausätze für Sortierhilfen/Aufbewahrungslösungen von komplexen Spielen in der Spieleschachtel. Einen Artikel dazu wenn ich die ersten aufgebaut habe.

Aber der nächste Artikel beschäftigt sich dann mit den Spielen und Trends der Messe.

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