Angespielt – Planet

img_2676.jpgAls nächstes kommt Planet von Blue Orange auf den Tisch. Blue Orange fällt uns schon seit 2-3 Jahren durch sehr schöne, und vor allem gute Familienspiele auf. Prominentestes Beispiel ist sicher Kingdomino, Spiel des Jahres 2017. Auch Planet fällt in die Kategorie Familienspiel und fasziniert vor allem durch den Inhalt der Schachtel auf – vier große Dodekaeder, also quasi Würfel mit 12 Seiten. Dazu später mehr.

Infos zum Spiel:
Planet vom litauischen Autor Urtis Šulinskas ist für 2-4 Spieler ab 8 Jahren. Unserer Einschätzung nach können auch Kinder ab 6 mitspielen, allerdings werden sie wohl  eher wegen der Haptik des Materials dabei sein wollen, und mit den Regeln selbst noch etwas überfordert sein. Die Spieldauer mit 40-45 min geht in Ordnung, eignet sich dadurch auch gut als Einstimmung/Ausklang eines Spielenachmittags.

Worum gehts?
Wir bauen uns einen eigenen Planeten nach unseren Vorstellungen. Die von uns gewählten Klimazonen/Gebiete sind für unterschiedliche Tiere vorteilhaft, je nachdem welche Tiere auf unserem Planeten wohnen möchten bekommen wir am Ende des Spiels Punkte.

Das Material

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Der große Star des Spiels sind die vier ca. 8 cm großen Planeten in Form von Dodeakaeder, sprich jede Seite hat fünf Ecken und hat eine metallische Fläche. Auf diese werden magnetische Fünfecke „aufgeklebt“. Wer das Material einmal in der Hand hatte liebt das Spiel! Es ist richtig faszinierend – für Groß und Klein. Zusätzlich gibt es jede Menge schön illustrierte Karten mit den unterschiedlichen Tieren.

 

 

 

Spielablauf und Mechanik
Das Spiel wird über 12 Runden gespielt. In jeder Runde werden 5 Geländeplättchen aufgedeckt.

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Jedes Plättchen ist selbst in fünf Landschaften unterteilt, diese sind beliebige Kombinationen ausIMG_2660

  • Gebirge
  • Wald
  • Eis/Schnee
  • Wüste
  • Wasser

Jeder Spieler wählt der Reihe nach ein Plättchen aus und positioniert es auf einer freien Seite seines Planeten. Einmal „geklebt“, darf es nicht mehr verändert werden. Gerade die Wahl der Seite auf der das Plättchen angebracht wird trennt die Bauchspieler von den Grüblern. Die einen erledigen die Aufgabe sehr zügig, die anderen überlegen ewig. Typischerweise erkennt man daran auch den Unterschied zwischen Gelegenheitsspielern und Vielspielern.

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Das war der haptische Teil des Spiels, der Denksport kommt mit den Tieren ins Spiel. Schon zu Beginn des Spiels sieht man welche Tiere zufrieden gestellt werden müssen. IMG_2661Jedes Tier verlangt bestimmte Kombinationen von Landschaften, wer die am besten erfüllt bekommt am Ende der Runde eine der beiden ausliegenden Tierkarten. Es gibt Anforderungen wie:

  • Wer hat am meisten Gebiete einer Landschaftsart, z.B. meisten Wald
  • Wer das größte Gebiet einer Landschaftsart, größtes Eisgebiet
  • Wert hat das größte Gebiet einer Landschaftsart an dem keine bestimmte andere Art angrenzt, z.B. größte Wüste ohne Wasser angrenzend.

Das bringt uns zum Clou des Materials, die Planeten. Die einzelnen Dreiecke auf einem Plättchen bezeichnet man als „Landschaften“, mehrere aneinander angrenzenden Landschaften des gleichen Typs bilden ein „Gebiet“. Gebiete können sich auch über mehrere Plättchen des Planeten erstrecken – es wird dreidimensional. Man dreht dadurch, bei jeder Platzierung eines Plättchens und bei jeder Bestimmung des Siegers einer Karte, den Planeten in seiner Hand um den Überblick zu behalten. Kinder haben hier oft Vorteile aufgrund ihrer räumlichen Vorstellungskraft 😉 Hat eine Tierkarte keinen eindeutigen Sieger wird sie in die nächste Runde weiter geschoben und nach dem nächsten Plättchen erneut bewertet.

Am Ende des Spiels wird gewertet. Zu Spielbeginn bekommt jeder Spieler geheim eine Zielekarte, diese legt fest welche Landschaftsart dem Spieler Punkte bringt. Je mehr IMG_2664Landschaften der Art umso mehr Punkte. Andererseits bringt jede Tierkarte einen Punkt. Jede Tierkarte deren Landschaftsart eine andere als die des Ziels ist, bringt zwei Punkte. Somit braucht es immer eine Balance zwischen vielen Gebieten der Art auf der Zielkarte sammeln, aber auch Tierkarten erfüllen, die eigentlich andere Landschaftsarten benötigen und somit entgegen dem Ziel wirken.

Fazit/ Zielgruppe
Unserer Meinung nach haben wir hier einen Kandidaten für zumindest die Nominierungsliste Spiel des Jahres 2019. Tolles Material, familienkompatibles Thema, einfache Regeln, viel Abwechslung und die innovative Idee mit der 3D Gestaltung der Planeten. Schwierigkeitsgrad passt für Familien, aber auch Kenner finden Freude an einer Runde Planet zwischendurch. Klare Kaufempfehlung für alle Familien, aber auch Experten die nicht mit elitären Scheuklappen durch die Spielewelt laufen.

 

 

 

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